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Krankenhausinformationssystem (KIS)

Krankenhäuser gehören wohl zu den wichtigsten medizinischen Einrichtungen, die tagtäglich mit unzähligen sensiblen Personendaten arbeiten. Jeden Tag werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, Patient*innen werden behandelt, Berichte werden geschrieben, Testergebnisse werden ausgewertet und vieles mehr. 

Bei solch einem Aufeinandertreffen unterschiedlichster Daten und Informationen – besonders bei dem Umgang mit sensiblen Personendaten – ist es von oberster Priorität, Sicherheit zu gewährleisten und eine übersichtliche Struktur zu bewahren.

Krankenhausinformationssysteme stellen den wertvollen Kern dieser unabdingbaren Priorität dar. 

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Was ist ein Krankenhausinformationssystem?

Doch was genau ist ein Krankenhausinformationssystem – oder kurz KIS – eigentlich? In einem Krankenhaus kommen verschiedenste Systeme und Techniken zum Einsatz, die der Informationsverarbeitung dienen. Krankenhausinformationssysteme beschreiben schlicht die Gesamtheit aller Informations- und Kommunikationstechniken, welche innerhalb eines Krankenhauses der Erfassung, Bearbeitung und Weitergabe sowohl medizinischer als auch administrativer Daten dienen. 

Bei einem KIS handelt es sich also nicht um ein einziges Software-Produkt, sondern um eine Sammlung verschiedener Mittel, welche zur Daten- und Informationsverwaltung in einer Einrichtung verwendet werden. Dabei können die Mittel von verschiedenen Herstellern stammen. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie sind computerbasiert. Krankenhausinformationssysteme finden also auf verschiedensten Endgeräten, wie Laptops, Tablets oder sogar Smartphones Verwendung – alle Formen der Datenweitergabe sind in einem KIS eingeschlossen. 

Was sind die Funktionen eines Krankenhausinformationssystems?

Krankenhausinformationssysteme sind vielfältig und sehr komplex. Mit der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung und damit immer neu entstehenden technischen Möglichkeiten weiten sich auch KIS immer mehr aus. Im Grunde dienen sie jedoch dazu, die Kommunikation zwischen den Mitarbeiter*innen eines Krankenhauses zu verbessern und sämtliche Arbeitsabläufe in der Einrichtung zu organisieren und zu steuern. 

Die Krankenhausinformationssysteme übernehmen also folgende Aufgaben: 

  • die Verwaltung von Patientenstammdaten und Falldaten 
  • die Sicherung, Veränderung und übersichtliche Präsentation sämtlicher Informationen und Daten 
  • die Verordnung von Untersuchungen und Behandlungen (oder-entry)
  • die Verwaltung und Dokumentation von Untersuchungsergebnisse
  • die Erstellung von Dokumente, wie Arztbriefe oder OP-Berichte, auf Grundlage zuvor erhobener Daten 
  • das genaue Aufschreiben von Sachleistungen

Den Schwerpunkt der Funktionen stellen allerdings die Erhebung von Krankheitsdaten, die Dokumentation und Planung ärztlichen und pflegerischen Handelns sowie die Erstellung ärztlicher Berichte und Arztbriefe dar. 

Außerdem klassieren KIS Falldaten für Abrechnungen gegenüber Krankenkassen, Krankenversicherungen und Selbstzahlern. Diese Klassierung findet nach dem ICD-Schlüssel und den erbrachten medizinischen Leistungen nach dem OPS-Schlüssel beziehungsweise den DRG-Fallpauschalen statt. Diese Daten werden dann für Kostenträgerrechnungen genutzt. 

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Rechtliche Prüfung

Die bereits angesprochene voranschreitende Digitalisierung weitet die Grenzen technischer Möglichkeiten immer weiter aus und gestaltet auch Krankenhausinformationssysteme immer komplexer. So verfügen manche KIS unter anderem über erweiterte Funktionen und können halbautomatisierte Therapieplanungen vornehmen, vor Wechselwirkungen verschiedener Medikamente warnen oder sogar Ärzt*innen alarmieren, sobald Messwerte in einen bedenklichen Bereich fallen. 

An dieser Stelle kommt berechtigterweise die Frage auf, inwiefern ein Krankenhausinformationssystem als Medizinprodukt angesehen werden kann. Hersteller von KIS müssen daher rechtlich prüfen lassen, ob ihre Lösungen als Medizinprodukte einzustufen sind. Ist dies der Fall, fallen diese in den Geltungsbereich der MDR (EU-Medizinproduktrichtlinie).

Besonders hohes Schutzniveau beim Umgang mit medizinischen Daten

Unterscheiden kann man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arten von Daten, welche von Krankenhausinformationssystemen gespeichert und verwaltet werden: medizinische und administrative Daten. 

Administrative Daten beinhalten alle Daten zur Lagerhaltung und Materialien. Unter medizinische Daten hingegen fallen Stammdaten, medizinische Leistungen und Krankheitsdaten. Diese Daten unterliegen besonders hohem Schutzniveau, da es sich hier um sensible Personendaten handelt, welche besonders vorsichtigen Umgang verlangen.

Daher müssen stets die Datenschutzstandards beachtet, datenschutzrechtlich Vorgaben befolgt und juristische Rahmenbedingungen eingehalten werden. So muss Unbefugten der Zugriff auf medizinische Daten in jedem Fall verwehrt bleiben. Ermöglicht werden kann dies, indem den Mitarbeiter*innen eines Krankenhauses bestimmte Rollen zugeteilt werden. Den Zugriff auf die für sie notwendigen Daten erhalten sie somit nur mittels einer Zugriffsberechtigung. 

Im Falle eines Notfalls muss jedoch jedem und jeder Mitarbeiter*in schnell Zugriff auf alle Daten mittels einer Notfallzugriffsberechtigung möglich sein. Diese muss jedoch in jedem Fall streng protokolliert werden. 

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Vorteile von Krankenhausinformationssystemen

Krankenhausinformationssysteme bieten somit viele verschiedene Vorteile und sind in vielerlei Hinsicht eine wertvolle Bereicherung für Krankenhäuser. Die wichtigsten Vorteile haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst:

  • Informationen gelangen schnell von einem Standort zum nächsten (Abteilungen, Stationen)
  • es entstehen effizientere Arbeitsstrukturen durch automatisierte Arbeitsschritte
  • dank digitaler Patientenakten sind Daten auch für Patienten einfacher zugänglich 

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