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Patientendaten erfassen und verarbeiten

Wird mit Patientendaten gearbeitet, gelten strenge Regeln bezüglich des Datenschutzes. Ob in Arztpraxen, Krankenhäusern, Apotheken und weiteren medizinischen Einrichtungen – Wo mit Patientendaten gearbeitet wird, muss oberste Sicherheit und Vorsicht geboten sein.

 

Wie Sie sensible, personenbezogene Daten sicher erfassen und verarbeiten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Patient Data

Patientendaten erfassen und verarbeiten – wie geht das?

Arbeiten Sie in einer medizinischen Einrichtung, gehört der Umgang mit personenbezogenen Daten zu Ihrem Arbeitsalltag. Patientendaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen erfasst, gespeichert und verarbeitet werden.

 

In der Regel wird eine schriftliche Einwilligung der Patienten als Form der Zustimmung benötigt. Die Zustimmung seitens der Patienten muss regelmäßig erfolgen, um für stets aktuelle Absicherung zu sorgen. Patientendaten dürfen allerdings ausschließlich für konkrete Zwecke erfasst und verarbeitet werden. Dazu zählt beispielsweise die Behandlung einer Krankheit, Vorsorge oder Diagnostik.

Gespeichert werden personenbezogene Daten in einer Patientenakte, welche aufgrund ihres sensiblen Inhaltes vor dem Zugriff Dritter geschützt sein muss.

Die ärztliche Schweigepflicht

Geregelt ist die ärztliche Schweigepflicht in den Berufsordnungen der Landesärztekammern (§9 Berufsordnung der Ärztekammer Berlin) und im Strafgesetzbuch (§203 StGB). Nach den Bestimmungen der Berufsordnungen haben Ärzte und Ärztinnen über das, was ihnen in ihrer Eigenschaft als Arzt oder Ärztin bekannt gegeben wird, zu schweigen.

Dabei umfasst die ärztliche Schweigepflicht:

 

  • den Umstand, dass Betroffene bei dem Arzt oder der Ärztin in Behandlung waren oder sind
  • die Namen der Patienten
  • Gedanken, Meinungen, Familienverhältnisse, berufliche und finanzielle Verhältnisse, die dem Arzt oder der Ärztin von Patienten anvertraut werden
  • das Drittgeheimnis
  • Beobachtungen seitens des Arztes/der Ärztin

Zudem umfasst die ärztliche Schweigepflicht – und dieser Punkt ist in diesem Kontext am wichtigsten – eben auch sämtliche Krankendaten, die zur Patientenakte gehören.

Die elektronische Patientenakte

Immer mehr medizinische Einrichtungen steigen auf die Speicherung von Patientendaten in elektronischer Form um. Die digitale Patientenverwaltung liegt näher am Zeitgeist, erspart unüberschaubare Berge an Papier und ermöglicht die Speicherung sämtlicher personenbezogener Daten an einem Ort.

 

Nach §630 f Abs. 1 des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) ist die Digitalisierung von Dokumenten unter bestimmten Voraussetzungen zulässig:

 

  • chronologische Nachvollziehbarkeit der Daten
  • Verhinderung unbefugten Zugriffs Dritter auf die Daten durch entsprechende Sicherung

Die Digitalisierung von Patientenakten bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Beispielsweise ermöglicht sie einen schnelleren Austausch zwischen verschiedenen medizinischen Einrichtungen untereinander sowie die Vernetzung medizinischer Dienste.

Die elektronische Patientenakte (EPA) sorgt für die dauerhafte Verfügbarkeit der Patientenakten und stellt ein wichtiges Element der Digitalisierung dar. Dank des Bundesgesundheitsministeriums können seit dem 1. Januar 2021 alle gesetzlich Versicherten eine elektronische Patientenakte ihrer Krankenkassen erhalten.

Die EPA enthält medizinische Befunde sowie Informationen aus Untersuchungen und Behandlungen. Sämtliche Patientendaten können dank der neuen Entwicklung über Praxis- und Krankenhausgrenzen hinweg gespeichert werden.

Weitere Vorteile der elektronischen Patientenakte sind unter anderem:

 

  • bessere Verfügbarkeit der Daten
  • Verbesserung der persönlichen medizinischen Behandlung
  • Zeit für Informationsbeschaffung entfällt
  • Entlastung von Ärzten, Ärztinnen und Patienten durch die Vermeidung von Doppeluntersuchungen
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Patientendaten erfassen und aufbewahren

Wie lange Patientendaten aufbewahrt werden dürfen, hängt von Fall zu Fall ab. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Patientenakten einer Aufbewahrungsfrist unterliegen. In der Regel werden Patientendaten demnach bis zu 10 Jahre nach einer Behandlung aufbewahrt. In Einzelfällen, wie beispielsweise bei der Behandlung chronischer Erkrankungen, welche sich über einen langen Zeitraum ziehen, kann die Aufbewahrungsfrist auch weit über 10 Jahre hinaus gehen.

Verschlüsselung

Die Aufbewahrung sensibler Patientendaten in der elektronischen Patientenakte muss höchsten Sicherheitsstandards unterliegen und darf den unbefugten Zugriff Dritter unter keinen Umständen ermöglichen. Ein Weg, den Datenschutz zu gewährleisten, ist die Übertragung von Informationen mittels eines sicheren VPN-Tunnels. Einen alternativen Weg stellt die Verwendung geschlossener Netze, welche mit Verschlüsselungssystemen hinterlegt sind, dar.  
 
Werden sensible Daten per E-Mail versendet, muss dies unter einer entsprechenden Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschehen. Ausschließlich Sender und Empfänger erhalten hierbei einen speziellen Schlüssel für den Zugriff auf die Inhalte, um Dritte auszuschließen.

Weitergabe von Patientendaten an Dritte?

Wie bereits erläutert, muss der unbefugte Zugriff Dritter auf Patientendaten in jedem Fall vermieden werden. Wer ohne deutliche Einwilligung auf sensible Personendaten zugreift, verstößt gegen den Datenschutz und macht sich somit strafbar.  

In §203 des Strafgesetzbuches (StGB) ist festgelegt, dass die unbefugte Weitergabe oder Preisgabe von Patientendaten, welche dem Berufsgeheimnis unterliegen, mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden kann.

Einverständniserklärung

Müssen Patientendaten jedoch beispielsweise im Zuge eines gerichtlichen Verfahrens oder aufgrund eines Arztwechsels weitergegeben werden, kann dies nur unter Zustimmung der Patienten erfolgen.  
 
Vor der Übermittlung von Patientendaten müssen die betroffenen Patienten über den Zweck der Übermittlung, als auch die Empfänger aufgeklärt werden. Wird anschließend eine Einverständniserklärung der Datenübertragung seitens der Patienten unterschrieben, darf die Weitergabe der Patientendaten erfolgen.

Der Trend ist deutlich – Patientendaten digital erfassen

Die elektronische Patientenakte ist eine Revolution der Erfassung und Verarbeitung von Patientendaten. Der Trend in der Medizin geht immer weiter in Richtung Nutzung mobiler Endgeräte. So werden in einigen Arztpraxen bereits Tablets genutzt, um Patientendaten aufzurufen oder Befunde einzusehen.

Probatix – Patientendaten schnell und sicher erfassen und verarbeiten

Probatix ist die Software für Ihre medizinische Einrichtung. Ob Apotheke, Krankenhaus oder Arztpraxis – unser Ziel ist es, Sie nachhaltig zu unterstützen. Wir erleichtern Ihren Arbeitsalltag, indem wir Sie mit einer allumfassenden Software unterstützen, die die digitale Erfassung, Speicherung und Verarbeitung von Patientendaten sicher und schnell ermöglicht.

 

Erhalten Sie wichtige Informationen Ihrer Patienten gebündelt und übersichtlich auf einen Blick, sparen Sie wertvolle Zeit bei der Aufnahme von Patientendaten und schützen Sie sensible Inhalte vor dem unbefugten Zugriff Dritter.

 

Unsere Software ist DSGVO-konform und einfach an Ihre Einrichtung anpassbar. Profitieren Sie von der Digitalisierung und gestalten Sie Ihren Arbeitsalltag entspannter und reibungsloser.


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